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Miteinander geht's besser

 

Petterweiler Visitationsgruppe fühlt sich wohl in Kirchengemeinde und Dorf

 

"Bei Euch in Ober-Mörlen kann man sich so richtig wohl fühlen!" Das war nach einem langen Wochenende an der Usa die Rückmeldung einer Gruppe aus Petterweil. Als Visitationskommission war sie zu Gast in der evangelischen Albert-Schweitzer-Gemeinde und mit deren Vertretern auch ausführlich im Dorf unterwegs.

Begonnen hatten die ereignisreichen Tage am Freitagabend mit einer Andacht in der Gustav-Adolf-Kirche. Zum Abend der Begegnung mit hessischer Brotzeit wechselte die Gruppe ins Gemeindehaus. Mit einem variantenreichen musikalischen Dessert warteten die "Roten Husaren" vom MCC auf. "Bei uns wird die ökumenische Zusammenarbeit ebenso gepflegt wie das Miteinander der Vereine zum Wohle aller in unserem Dorf", unterstrich Pfarrer Jürgen Rump nach fast 30 Jahren an der Usa.

Der Samstagmorgen begann mit einer Zeitreise durch die Ortsgeschichte. An markanten Stationen im Dorf hauchte die Archäologin Dr. Vera Rupp der Historie neues Leben ein. Bei einem Rundgang durch die katholische Pfarrkirche ließ Wilfried Möbs die Gäste an der wechselhaften Geschichte des Gotteshauses teilhaben und überbrachte die Grüße vom Hausherrn Pfarrer Ryszard Strojek. Nach Ober-Mörlens Erster Beigeordneten Kristina Paulenz berichteten auch die Gruppen in der Kirchengemeinde von guter Kooperation.

Ökumene, Demenzcafé und Männerrunde wurden in Gesprächskreisen thematisiert, Referenten waren unter anderem Professor Artur Rühl aus Bad Nauheim, bei dem schon Pfarrer Rump die religionspädagogische Schulbank gedrückt hatte. Feststimmung bescherte der Erntedank-Gottesdienst am Sonntagmorgen im voll besetzten Albert-Schweitzer-Kirchlein. „Gott kommt durch die Hintertür in unsere Welt - aber er kommt!“, grub sich Pfarrer Rump mit seiner Predigt in die Herzen - genauso wie Juliane Pfeffer mit ihrer Flötengruppe. Das i-Tüpfelchen auf ein fröhliches, offenes und den Menschen zugewandtes Gemeindeerleben setzte das gemeinsame Mittagessen zum Erntedank.
 

Foto: pv


Den Abend der Begegnung zwischen Petterweil und Ober-Mörlen umrahmen die "Roten Husaren" vom MCC mit einem facettenreichen Potpourri.

 
 
     
 

Verabschiedung und Einführung der Gemeindesekretärinnen

 

Susanne Rump war 28 Jahre evangelische Gemeindesekretärin - Kornelia Kling folgt

 

Ober-Mörlen (hau). Seit Jürgen Rump im Juli 1988 zum Pfarrer von Ober-Mörlen ordiniert wurde, stand Susanne Rump ihrem Ehemann auch im Gemeindesekretariat zur Seite. In diese Zeit fielen die Renovierung der Kirche in Langenhain-Ziegenberg und die Erweiterung des dortigen Gemeindehauses ebenso wie die Renovierung der Gustav-Adolf-Kirche in Ober-Mörlen sowie der Bau des Albert-Schweitzer-Gemeindehauses (1992).

Nach 28 Jahren wurde Gemeindesekretärin Susanne Rump jetzt im Sonntagsgottesdienst aus ihrem Amt verabschiedet. Gesundheitliche Gründe zwangen sie zu diesem Schritt. Im Namen des Kirchenvorstandes sprach Juliane Pfeffer den Dank für fast drei Jahrzehnte treue und redliche Arbeit aus. In Würdigung ihres Engagements erhielt Susanne Rump die Luther-Medaille.

Den festlichen Gottesdienst nutzte Juliane Pfeffer auch, um Gabriele Köhler zu danken, die im Auftrag des Dekanates als erfahrene "Springerin" ein Jahr lang die gewissenhafte Vertretung im Gemeindebüro übernommen hatte. Als Rumps Nachfolgerin im Gemeindesekretariat wurde am Sonntag nach mehrwöchiger Einarbeitungszeit Kornelia Kling offiziell in ihr Amt eingeführt. Die Stammheimerin verfügt über viele Jahre Berufserfahrung und wird fortan neben ihrer Stelle in Reichelsheim zwei Tage die Woche im Gemeindebüro an der Usa arbeiten.

 

Text und Bilder: Annette Hausmanns

 
   
     
   
     
   
     
     
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Evangelische Albert-Schweitzer-Kirchengemeinde

 

Seit dem Jahr 2000 trägt unser Gemeindehaus in der Nauheimer Str. 18 den Namen Albert Schweitzers. Damals hatte die Tochter von Albert Schweitzer, Rhena Schweitzer-Miller, Pfarrer Rump in einer persönlichen Begegnung in Frankfurt die Erlaubnis hierzu erteilt. Rhena verwaltete das Erbe ihres Vaters, lebte aber schon lange in den USA. 

 

Seither haben unzählige Kinder und Jugendliche, Konfirmanden und Erwachsene in unserem Haus sich mit der Person Albert Schweitzers und mit seinem Tun und Wirken beschäftigt. Was ich immer wieder, auch nach vielen Jahren feststellen kann, ist, dass etliches doch hängen geblieben ist und auch trotz gewisser äußerlicher Ähnlichkeiten Albert Schweitzer nicht mehr mit Albert Einstein verwechselt wird. Gleichwohl, und auch das haben viele behalten, waren die beiden befreundet und setzten sich gemeinsam gegen die Verbreitung von Atomwaffen auf der Welt ein.

 

 

Der Kirchenvorstand unserer Gemeinde machte im vergangenen Jahr den Vorschlag nicht nur unserem Gemeindehaus sondern der ganzen Kirchengemeinde den Namen Albert Schweitzers zu verleihen. Nach mehrheitlicher Zustimmung im Kirchenvorstand gings an die Arbeit. Ganz so einfach wie damals war es nicht, denn einige Hürden mussten genommen werden.  Zunächst einmal musste die Kirchenverwaltung in Darmstadt von unserem Unterfangen überzeugt werden. Sie muss nämlich die kirchenaufsichtliche Genehmigung erteilen, da  eine Namensumbenennung einer Kirchengemeinde einen rechtlichen Akt darstellt.

 

Die Kirchenverwaltung knüpfte ihre Zustimmung an die Erlaubnis der Erben Albert Schweitzers, die auch über die Namensrechte und deren Vergabe zu entscheiden haben. Da die Tochter Rhena aber 2009 verstorben ist, gingen die Rechte nun an die Enkel und einen Verwaltungsrat über. Hier, dank einiger Verbindungen von Pfarrer Rump, vorstellig geworden, gelang es nach mehreren Monaten die Rechte zu erhalten, dass unsere Kirchengemeinde nun

 

„Evangelische Albert-Schweitzer-Kirchengemeinde Ober-Mörlen“

 

heißen darf.

 

Die kirchenaufsichtliche Genehmigung war jetzt nur noch Formsache. Allerdings wurde es nun auch erforderlich ein neues Dienstsiegel anfertigen zu lassen. Alle Stempel und Briefköpfe mussten geändert  werden.

 

Nun aber ist es so weit und auf unserem Gemeindefest am 6. September wird die neue Namensgebung der ganzen Kirchengemeinde offiziell bekannt gemacht.

 

Für unsere noch immer junge Kirchengemeinde ist es ein wichtiger Schritt auf dem Weg der Ausbildung gewisser Traditionen. „Ehrfurcht vor dem Leben“ als Schweitzers Grunderkenntnis ist die Essenz von vielem, was sich in der Botschaft und im Leben Jesu wiederfindet. Die Bergpredigt, die Nächsten- und Feindesliebe, das größte Gebot, die

 

Zuwendung  und Heilung von Menschen, die Liebe, zu allem was lebt!“

Wer das Gefühl der „Ehrfurcht vor dem Leben“ in sich trägt, der kann nicht anders als allem Schädigen von Leben, wie auch immer, abzuschwören! Das Leben ist heilig, weil von Gott gegeben. Es gilt immer und überall Leben zu schützen und zu fördern.